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Mittelbacher Talent Schermutzki sucht sich sportliche Alternativen

Jugendliche leiden unter der Corona-Pandemie und müssen neben ihrem schulischen Alltag auch in ihrer Freizeit allerhand Einschränkungen hinnehmen. Laurin Schermutzki , einer der besten Jugendspieler im Pfälzischen Tischtennis-Verband, hat sich daher nach Alternativen umgeschaut.

Natürlich wünscht sich Laurin Schermutzki nichts sehnlicher als eine Rückkehr an die Tischtennis-Platte. Aber was tun, wenn der größte Teil des Freizeitvergnügens plötzlich wegbricht? „Es gibt dann öfter mal Langeweile. Sport und Freunde sind sonst ein großer Teil meines Alltags“, sagt Schermutzki, der die 11. Klasse des Zweibrücker Hofenfels-Gymnasiums (HFG) besucht. Deshalb habe er sich gleich, nachdem er die Ausmaße der Corona-Pandemie einschätzen konnte, eine Alternative gesucht. Auch im sportlichen Bereich. „Ich mache jetzt zu Hause viel Fitnesstraining“, erzählt der Angriffsspieler des TTC Mittelbach.

Probetraining im Fitnessstudio

Neben Klimmzügen – die Familie Schermutzki hat eine extra dafür vorgesehene Stange im Keller – macht der Jugendliche Hantelübungen und Liegestütze. „Ich will mal ein bisschen Muskelaufbau machen. Für mich ist Fitnesssport auch ein guter Ausgleich“, erzählt das Tischtennistalent, das im vergangenen Jahr bereits in der Bezirksliga spielte. Inzwischen ist er auch bei den Herren des TTC Mittelbach in der Bezirksoberliga ein wichtiges Mosaiksteinchen. Mit dem Fitnesssport soll aus Sicht des 16-Jährigen aber nach dem Ende der Corona-Krise keinesfalls Schluss sein. „Wenn die Fitnessstudios wieder aufmachen, will ich mich anmelden. Ich habe vor dem zweiten Lockdown schon ein Probetraining mit einem Freund gemacht“, erzählt der Bubenhausener.

Joggen war für den Nachwuchsspieler, der auch lange am Stützpunkttraining des Pfälzischen Tischtennis-Verbandes (PTTV) teilnahm, dagegen keine Alternative. „Leichtathletik ist nicht so mein Ding“, erwähnt er und ist aus diesem Grund auch nicht der größte Fan des derzeitigen Schulsports. „Wir machen viel Leichtathletik an der frischen Luft. Bisher war aber auch immer gutes Wetter“, bemerkt er und ist zugleich froh, dass der Sportunterricht dennoch nicht zu theorielastig ist.

Lange Pausen sind bekannt

Doch wie sehr schaden die Einschränkungen wegen des Coronavirus der Entwicklung eines jungen Talentes? „Es ist für alle nicht so toll, dass sie nicht spielen dürfen. Wir kennen aber die langen Pausen“, verweist Schermutzki auf die Sommerferien. Denn in diesen sechs Wochen habe er schon oft, auch urlaubsbedingt, den Schläger gar nicht in der Hand gehabt. „Ich sehe kein dramatisches Problem mit der Weiterentwicklung. Trotzdem bin ich einer der Ersten, die ins Training gehen, wenn die Halle wieder aufmacht. Langsam bekomme ich da schon Entzugserscheinungen.“

Der 16-Jährige schaut aber auch auf seine älteren Teamkollegen. Für die sei der Tischtennissport zum Teil ja eine Art Ausgleich zum täglichen Arbeitsleben. „Meinen Mannschaftskollegen macht es Spaß, Tischtennis zu spielen. Für sie ist es auch entspannend, in der Halle zu sein.“

Bisher makellose Bilanz

Schermutzkis Mittelbacher hatten bislang einen starken Lauf in dieser Saison. Die bisherigen drei Partien wurden deutlich gewonnen. Dem 11:1 gegen die BTTF Zweibrücken folgte ein klares 9:3 gegen den TTC Gersbach sowie ein 8:4 gegen den TTC Hauenstein. Damit untermauerte der TTC Mittelbach auch, dass er neben dem TTC Nünschweiler zu den Top-Favoriten in der Bezirksoberliga gehört und durchaus die 2. Pfalzliga West anvisieren kann.

Den Mittelbachern spielt auch in die Karten, dass mit dem Jugendlichen Ducanh Tran ein neuer Spitzenspieler den Weg von den TTF Homburg-Erbach zum jetzigen Zweiten der Bezirksoberliga fand. Schermutzki selbst weist in dieser Saison im mittleren Paarkreuz bislang eine Bilanz von 4:0-Siegen auf. Einen Ausgleich bietet auch die hauseigene Platte im Wohnzimmer . „Mein Vater ist auch im Tischtennisverein. Es gab dann auch schon mal ein paar Spiele im Wohnzimmer.“

Schon für den Führerschein angemeldet

Von seinem Ziel, dass er sich vor einem Jahr gesetzt hat, nämlich seinen Spielstärkewert auf 1700 QTTR-Punkte zu steigern, ist Schermutzki indes nur noch einen Wimpernschlag entfernt. Mit 1686 Zählern startete er in die Saison und kann sich nach seiner bisher makellosen Bilanz durchaus schon am Ziel wähnen.

Neben dem Sport hat Laurin Schermutzki aber auch noch etwas anderes gefunden, womit er seine Freizeit ausfüllen kann. „Ich habe gerade viel Zeit. Deshalb habe ich mich auch schon für den Führerschein angemeldet und bin momentan öfter mal in der Fahrstunde“, fügt er an.